Zähneknirschen (Bruxismus)

Das Zähneknirschen im Schlaf findet völlig unbewusst statt und ist deshalb vom Betroffenen nicht willentlich beeinflussbar.

Die Ursachen

Die Ursachen und auslösenden Faktoren des Zähneknirschens sind nicht vollständig geklärt. Häufig dafür verantwortlich gemacht werden aber: 

  • Stress
  • Überlastung
  • Seelische Unausgeglichenheit
  • Ängste
  • Burn-out
  • Erblich bedingte Faktoren
  • Rauchen
  • Schlecht sitzender Zahnersatz oder Zahnfüllungen

Die Folgen

Als Folge des Aufeinanderpressens der Ober- und Unterkiefer bzw. der Zahnreihen kommt es auf Dauer zu einer:  

  • Schädigung und zu einem Verschleiss der Zähne und Kauflächen, des Zahnhalteapparates und der Kiefergelenke
  • Überproportionalen und meist deutlich sichtbaren Grössenzunahme (Hypertrophie) des rechten und linken Hauptkaumuskels (Musculus masseter), was zu einem ästhetisch unvorteilhaften, verbreiterten unterem Gesichtsdrittel führen kann. Oft wird hierbei auch von einem „quadratischen Gesichtsausdruck“ gesprochen

Die Beschwerden

Das Zähneknirschen kann ein auslösender Faktor für folgende Beschwerden sein:

  • Schlafstörungen mit dadurch bedingter Tagesmüdigkeit
  • Unausgeglichenheit und Gereiztheit
  • Schmerzsyndrome
  • Migräne
  • Schwindel
  • Übelkeit
  • Sehstörungen
  • Ohrpfeifen (Tinnitus)
  • Verspannungen
  • Burn-out

Ursachen und Folgen überschneiden und beeinflussen sich oft gegenseitig und führen so zu einem Teufelskreis, der sich selbst unterhält. 

Die Therapie des Zähneknirschens von Dr. Sascha Dörrmann: 

Um das Zähneknirschen zu behandeln gibt es eine neue, sehr effektive Therapie. Durch eine medikamentöse Entspannung der Hauptkaumuskeln (Musculi masseterici) mit Botulinumtoxin Typ A kann dieser Teufelskreis durchbrochen und das Zähneknirschen reduziert oder beendet werden. Eine relevante Reduktion der Bisskraft ist dabei in der Regel nicht zu befürchten.
Mit dieser Methode behandelte Patienten berichten oft über einen deutlich verbesserten Schlaf und ein dadurch gesteigertes Allgemeinwohlbefinden. Ein sehr schöner Nebeneffekt stellt dabei die ästhetische Optimierung der Gesichtskontur dar. Die Breite des unteren Gesichtsdrittels nimmt ab, mit der Folge eines meist deutlichen Attraktivitätsgewinns. Einige private Krankenkassen übernehmen die Therapiekosten oder bezuschussen diese. 

Die häufig verordneten Aufbiss- bzw. Knirschschienen stellen in der Regel keine kausale Therapie dar, sondern dienen nur als Abriebsschutz für die Zähne.

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